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'''Getränk''' (Kollektivum zu ''Trank''; veraltet '''Trunk''') ist ein Sammelbegriff für zum Trinken zubereitete Flüssigkeiten. Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen. Die englische Entsprechung '''Drink''' wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Oberbegriff für Cocktails sowie für Einzelportionen von Spirituosen verwendet. Mit ''Mixgetränk'' sind ebenfalls oft Cocktails gemeint, ''Mischgetränk'' deutet auf die Zubereitung aus verschiedenen Einzelflüssigkeiten wie bei Milchshakes oder Biermischgetränken.

Systematik

In der Warenkunde bezeichnet man bestimmte genießbare Flüssigkeiten allgemein als Getränk, andere Flüssigkeiten werden je nach Tradition und Eigenschaft teilweise dazugezählt.

Allgemein zählt man hierzu:
Teilweise zählt man hierzu:
Nicht hierzu zählt man:
  • Arzneiwaren
  • Riech-, Körper- und Schönheitsmittel

Alkoholfreie Getränke

Als ''alkoholfrei'' bezeichnete Erzeugnisse dürfen maximal 0,5 Volumenprozent Alkoholgehalt aufweisen (Traubensaft bis zu einem Volumenprozent<ref name="Lutz Bertling"></ref>

In der Schweiz dürfen alkoholfreie Getränke bis zu 0,7 Vol.-% Alkohol enthalten. In der Europäischen Union besteht EU-Verordnung besteht allgemein eine Verpflichtung zur Kennzeichnung des Alkoholgehalts ab 1,2 Vol.-%

Wasser

Andere

Teilweise hinzugezählt wird:

Alkoholische Getränke

''Alkoholische Getränke'' oder ''alkoholhaltige Getränke'', auch ''Alkoholika'' oder (vor allem in Bezug auf ). In Lebensmitteln wird dieser meist nur als ''Alkohol'' bezeichnet.

Im chemischen Sinn bilden Alkohole jedoch eine ganze Stoffklasse. Alkoholische Getränke werden aus kohlenhydrathaltigen Flüssigkeiten durch alkoholische Gärung erzeugt.<ref name="belitz_921">H.-D. Belitz, W. Grosch, P. Schieberle: ''Lehrbuch der Lebensmittelchemie.'' 6. Auflage, Springer, 2007, ISBN 978-3-540-73201-3, S.?921.</ref> Nach geltendem Lebensmittelrecht kommen als Rohstoffe für den Alkohol nur landwirtschaftliche Produkte in Frage. Alkoholische Getränke dürfen also weder Alkohol synthetischen Ursprungs noch anderen Alkohol nicht landwirtschaftlichen Ursprungs enthalten.

Zu den alkoholischen Getränken gehören sowohl Getränke, deren Alkohol lediglich durch alkoholische Gärung entstanden ist, zum Beispiel Bier und Wein, als auch Destillate aus solchen Getränken oder aus vergorenen Maischen sowie deren Mischprodukte. Getränke, deren Alkoholgehalt direkt oder indirekt auf Destillation zurückgeht und mindestens 15 % vol. beträgt, werden in der EU als Spirituose bezeichnet.

Aufgrund der giftigen Wirkung des Ethanols auf das zentrale und periphere Nervensystem, die Leber und andere Organe sind alkoholische Getränke gesundheitsschädlich. Einen risikofreien Konsum gibt es nicht. Auch die exekutiven Funktionen des Gehirns leiden unter dem Alkoholkonsum.

Da einige alkoholische Getränke wie Rotwein Antioxidantien enthalten, wird durch einige Studien bei einem moderaten Konsum von 0,2 Liter Wein am Tag für einen Erwachsenen eine gefäß- und herzschützende Wirkung prognostiziert. Viele vordergründig positive Wirkungen werden jedoch durch andere aufgehoben, etwa durch die stark erhöhte Krebsgefahr beim regelmäßigen Konsum selbst geringer Mengen, die durch wissenschaftliche Studien bestätigt wurde, z.?B. durch eine britische Studie aus dem Jahr 2006. Die meisten positiven Wirkungen gehen auch nicht vom Alkohol selbst aus, sondern von anderen Pflanzenstoffen, die in Getränken wie Rotwein enthalten sind. Mediziner warnen davor, einzelne Wirkungen aus dem Gesamtzusammenhang zu reißen.

Viele Studien wurden von der '''' finanziert, deren Mitglieder die Konzerne Moët & Chandon, Allied Domecq, Brasseries Kronenbourg, Heineken und Diageo sind. In Deutschland wurden viele Studien von der Deutschen Weinakademie (DWA) in Auftrag gegeben, die von den Weinerzeugern finanziert wird. Alleine für die Pressearbeit im Inland wurden 160.000 Euro ausgegeben. Die französische Sopexa gab 800.000 Euro für deutsche Medien aus.

Da Alkohol desinfizierend wirkt, wurde Alkoholkonsum früher mit der Vorbeugung gegen durch unsauberes Wasser übertragene Krankheiten gerechtfertigt. Die desinfizierende Wirkung von Ethanol-Wasser-Mischungen ist jedoch nur bei einem Alkoholgehalt zwischen 50 und 80 % signifikant;<ref name="frey">H.-H. Frey, F. R. Althaus: ''Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin.'' S. 469, Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-8304-1070-6</ref> bei unter 20 % Ethanolgehalt fehlt sie völlig.

Inhaltsstoffe

In alkoholischen Getränken sind neben Ethanol und Wasser auch die bei der Gärung entstehenden Nebenprodukte enthalten, etwa Aldehyde, die Alkohole Glycerin, Methanol und 1-Propanol sowie auch höhere einwertige Alkohole. Zusätzlich finden sich aliphatische Carbonsäuren, Milch- und Bernsteinsäure sowie Carbonsäureester darin. Diese Stoffe beeinflussen das Aroma der Getränke. Beim Brennen alkoholhaltiger Flüssigkeiten oder von Maische entstehen Spirituosen mit einem Alkoholgehalt ab 15 % ? mit Ausnahme von Eierlikör, der mindestens 14 Volumenprozent haben muss.<ref name="roemppag"></ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise